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Stolpersteine und Hürden beim Buchschreiben

Buchschreiben im Büro

Wer denkt, dass Buchschreiben einfach nur bedeutet, ein Buch zu schreiben, der irrt gewaltig! Auch ich habe das Drumherum total unterschätzt. Was man in kurzer Zeit alles lernen muss, ist immens, das macht aber auch den Reiz aus. An jeder Ecke lauern neue unbeantwortete Fragen und hat man eine geklärt, so poppt schon das nächste Fragezeichen auf.

Eine gute Basis ist notwendig

Über eine Facebook-Werbung wurde ich auf eine amerikanische Online-Konferenz über Buchschreiben, -vermarkten und -veröffentlichen aufmerksam. Die Interviews gab es kurze Zeit kostenlos, so konnte ich mir schon mal ein ganz brauchbares Basiswissen aneignen.

Das richtige Schreibprogramm

Da ich schon öfters lange Word-Dokumente geschrieben hatte, wusste ich, dass ich irgendein anderes Tool zum Schreiben und eBook generieren brauchte. Meine Wahl fiel auf Scrivener. Es ist zwar ein ziemlich mächtiges Programm und ich reize nur einen kleinen Prozentsatz dessen aus, was man damit alles machen kann, aber ich bin ganz zufrieden damit.

Ursprünglich dachte ich noch, dass ich das eBook nach der Vollendung einfach beim Amazon hochlade und fertig ist die Laube. Leider überzeugt das Ergebnis nicht auf voller Strecke und es wird noch einiges an Handarbeit notwendig sein, um ein einigermaßen gutes Ergebnis zu erhalten. Die Tücke liegt wie immer im Detail und auch viel Rumprobiererei bescherten mir keine internen Links und ein Inhaltsverzeichnis im Endprodukt.

Als ich mit dem Schreiben des Buches fertig war, habe ich alles nach Word portiert und hoffe, dass ich von dort aus alle notwendigen Formate generieren kann, die ich für einen Buch-Upload bzw. das Print-Buch brauchen werde.

Die Sache mit dem Gewerbe

Die nächste Frage, die auftauchte war, ob man ein Gewerbe anmelden muss, wenn man ein Buch schreibt. Das Schöne ist, dass man fast alle Antworten irgendwo im Web oder in Foren findet, wenn man nur lange genug sucht. Ich bin ja jetzt nicht unbedingt ein gläubiger Mensch, aber ich wurde in der Selfpublishing-Bibel fündig. Wenn ich es richtig verstanden habe, muss man wohl dem Finanzamt Bescheidsagen, dass man ein Buch schreibt. Nur wenn man auf Lesungen überdurchschnittlich viel verkauft, braucht man ein Gewerbe. Wenn man mit dem Gedanken spielt, dass Buch über die eigene Webseite zu verkaufen, dann muss man ein Kleinstgewerbe anmelden. Darauf muss man wohl beharren, denn sonst darf man auch noch die IHK-Gebühren latzen.

Ist Kindle Direct Publishing Abzogge?

Und wie ist das jetzt mit Amazon? Gute Frage, denn diesen Punkt habe ich bis dato noch nicht abschließend für mich klären können.

Bei Amazon gibt es ein Programm, das nennt sich Kindle Direct Publishing kurz kdp. Wenn man sein Buch darüber hochlädt, dann kann man es kurze Zeit kostenlos anbieten, um sich ein paar Rezensionen zu ergattern und dann den normalen Preis dafür verlangen. Mit CreateSpace von Amazon kann man sogar das Buch on-demand drucken lassen.

Für den Autor sind diese Programme nicht schlecht, denn aus der Sicht des Lesers gibt es interessante Angebote. Wer AmazonPrime hat, bekommt pro Monat kostenlose ein Buch zum Ausleihen und mit KindleUnlimited kann man bis zu 10 Bücher gleichzeitig ausleihen und lesen. Da Amazon neben Google, Bing und YouTube zu den größten Suchmaschinen gehört, hat man auch gute Chancen gefunden zu werden, sofern sich jemand für das Thema interessiert.

Soweit die guten Seiten, aber wie sieht die dunkle Seite der Macht aus?

Egal, ob man sein Buch bei Amazon verkauft oder auf Alternativen wie Tolino, Buch.de, Bücher.de, ePubli, BoD, Xinxii, Bookrix, Apple iBooks, Google Books, Kobo und wie sie sonst noch alle heißen bedient, für den Autor bleibt immer nur ein kleiner Bruchteil des Verkaufspreises hängen.

Bei einem Verkaufspreis von z. B. 11,99 € erhält man bei Amazon schlappe 3,53 € ausgezahlt, die man wohl gemerkt auch noch versteuern muss als Autor. Wenn man über einen Provider wie z. B. ePubli geht, bekommt man schon etwas mehr, nämlich 4,73 €, darf aber nicht selbst irgendwo das Buch anbieten. Kümmert man sich um alles selbst und veröffentlicht auf den verschiedenen Buchplattformen, bekommt man teilweise bis zu 7,05 €, hat aber die Arbeit und die geringen Honorare bei Amazon.

So gesehen gibt es keine perfekte Lösung und man muss irgend einen Tod sterben- nur welchen?!

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