DIY-Reisen – Thailand: Einleitung

DIY-Reisen - Thailand: Einleitung

DIY-Reisen – Thailand: Inhaltsverzeichnis

Einleitung

DIY – Was ist das?

DIY – Do it yourself bedeutet übersetzt so viel wie Mach es selbst! Und das ist genau das, was ich dir hier in Bezug auf Reisen näherbringen möchte.

Wenn man eine Reise unternehmen möchte, kann man ins Reisebüro gehen oder irgendein Internet-Portal aufsuchen und eine Reise nach Thailand buchen. Kann jeder, macht jeder, das ist Reisen von der Stange und das hat ja auch seinen Reiz, weil man sich um nichts kümmern muss. Aber es bleibt letztendlich ein vorprogrammiertes Urlaubserlebnis, gespickt mit ein paar optischen Erlebnissen, je nachdem, was der Geldbeutel hergibt. Dein Geld wandert also zum Reiseveranstalter und Hotel deiner Wahl, aber kaum etwas davon gelangt ins Land selber.

Eine Reise selbst zu organisieren und auf eigene Faust zu reisen, ist aber viel mehr, als nur Urlaub zu machen. Es ist eine Herausforderung, eine Aufgabe, die man erst mal stemmen muss und viele haben einfach nicht die Zuversicht, solch einer Aufgabe gewachsen zu sein. Eine Reise ist ja immer auch ein Aufbruch ins Unbekannte und das macht erst mal Angst, weil man nicht weiß, was einen erwartet oder auf einen zukommt. Deshalb winken hier schon die Meisten ab und stellen sich erst gar nicht dieser Aufgabe. Nur leider bringen sie sich dadurch um viele wunderschöne Erfahrungen, denn eine selbstorganisierte Reise ist auch immer eine innere Reise, die mit Wachstum und Weiterentwicklung verbunden ist.

„Ich war mit TUI auf Phuket. Tolles Hotel, All-inclusive, ein echtes Schnäppchen.“

Oder du erzählst deinen Freunden:

Ich habe mir ein Ticket geholt, den Rucksack gepackt und bin vier Wochen durch Thailand gereist.“

DIY-Reisen - Thailand: Einleitung

Ich packe meinen Rucksack

Was meinst du, bei welchem der beiden Beispiele deine Freunde mehr von deiner Reise erfahren möchten? Und wie es sich wohl anfühlt, mit Stolz auf den Urlaub zurückblicken zu können? Mich haben Reisen auf jeden Fall weitergebracht! Jede einzelne davon hat mich etwas Anderes gelehrt, weil ich sie in unterschiedlichen Lebensphasen erlebt habe. Wenn man solch einen Urlaub gemacht hat, dann hat man wirklich etwas geleistet, man hat sich dem Unbekannten gestellt und ist eingetaucht in eine wunderbare Welt der neuen Erfahrungen, die den Horizont erweitern. Gar nicht zu sprechen von den vielen unvergesslichen Erlebnissen, die man unterwegs mitgenommen hat.

Auf eigene Faust zu reisen bedeutet nämlich frei zu entscheiden, wo man wie lange bleiben möchte, mit welchen Menschen man sich umgibt und was man erleben möchte.

  • Man bekommt authentischen Kontakt mit Einheimischen, weil man nicht im Hotelbus zu irgendeiner Sehenswürdigkeit fährt, wo man nur mit Verkäufern und Reiseführern ins Gespräch kommen kann.
  • Man lernt eine Menge über Land und Leute, weil man in Gegenden kommt, wo sich nicht die Touristen stapeln.
  • Man kommt in den Genuss von leckerem Essen, weil es halt nicht dem europäischen Gaumen angepasst wurde.
  • Man lernt viele Reisende aus aller Herren Länder kennen, schließt Freundschaften und muss sich nicht mit Leuten umgeben, die einem nicht liegen.
  • Und man hat einen Urlaub gemacht, an den man sich auch noch in zehn Jahren zurückerinnert, weil diese Erfahrungen und Erlebnisse sich so tief einprägen und ihre Spuren hinterlassen.

Für all Diejenigen, die solche Erfahrungen gerne mal machen möchten, sich aber noch nicht trauen, habe ich diesen Reiseführer geschrieben. Er soll die Anfangshürde senken, die Angst vor dem Unbekannten etwas nehmen. Er soll das Vorgehen erklären, wie man nach und in Thailand reisen kann, ohne dass es in Stress ausartet. Und er soll Vorschläge an die Hand geben, was man sich in Bangkok und im restlichen Thailand anschauen kann.

Für all die, die weiterhin lieber aus der Konserve reisen möchten, ist es einfach nur ein hilfreicher Thailand-Ratgeber.

DIY-Reisen - Thailand: Einleitung

Wohin? Ko Pha-Ngan

Das Buch ist aufgeteilt in drei Abschnitte:

  • In den Reisevorbereitungen erläutere ich, an was man alles denken sollte, bevor man in den Urlaub startet. Was muss ich also wann vorbereiten, damit ich nach Thailand komme.
  • In Auf gehts auf die Reise gehe ich darauf ein, was man wissen muss, um innerhalb von Thailand bequem von A nach B zu kommen. Mit welchen Kosten muss man rechnen und welche Aktivitäten bieten sich einem in Thailand an.
  • Bei den Reise-Highlights gebe ich konkrete Tour-Vorschläge in Bangkok und Thailand, um ein paar unvergessliche Eindrücke mit nach Hause zu nehmen.

An vielen Stellen werde ich Links zu weiterführenden Informationen verwenden. Du wirst direkt auf eine entsprechende Seite meiner Website https://scenic-world.net geleitet, wo der eigentliche Link zu finden ist. Der ist dann immer aktuell und funktionsfähig. Des Weiteren trage ich dort immer neue interessante Quellen ein und kann dir so den bestmöglichen Inhalt zukommen lassen. Ansonsten wirst du in diesem Buch einige Dokumente zum Download finden, die dir die Reiseplanung erleichtern.

Wer sich jetzt noch immer fragt, ob er die oder der Richtige ist, um DIY nach Thailand zu reisen, dem wird gleich weitergeholfen!

Warum nicht mal versuchen?

Thailand eignet sich auf jeden Fall sehr gut, um eine DIY-Reise-Karriere zu starten. Egal, ob man nach dem Abi die Luft der großen weiten Welt schnuppern will oder mal ohne Neckermann und TUI die Welt erkunden möchte. Wir haben aber auch schon Leute getroffen, die erst nach ihrem Berufsleben mit dem Rucksackreisen angefangen haben und ganz glücklich mit dieser entschleunigten Art zu reisen waren.

Das Schöne ist ja, dass man die Geschwindigkeit selbst bestimmt. Auch das Maß an Selbstständigkeit kann variieren, je nachdem, ob man Touren zu Sehenswürdigkeiten oder Ausflüge selbst organisiert oder ob man ein Paket vor Ort bucht. Genauso verhält es sich bei der Wahl der Transportmittel, sie bestimmen darüber, was man sieht und mit wem man reist.

Da Thailand sehr einfach zu bereisen ist, kann also auch fast jeder dorthin auf eigene Faust reisen, vorausgesetzt, man traut es sich zu. Es eignet sich hervorragend für allein reisende Frauen und auch Männer, aber ebenso für Familien mit Kindern, weil es viele Möglichkeiten gibt, die Reise interessant zu gestalten. Die medizinische Versorgung gehört zu den besten in Süd-Ost-Asien und ist in Bangkok mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser als bei uns. Hinzu kommt, dass es sehr günstig ist, in Thailand seine Zeit zu verbringen. Sowohl das Essen, als auch die Unterkünfte sind billig, bei beiden ist aber nach oben hin keine Grenze gesetzt. Es ist immer für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Die meisten haben von Rucksackreisen eine falsche Vorstellung. Wer Süd-Ost-Asien mit dem Rucksack bereist, ist nicht unbedingt jemand, der mit Schlafsack und Zelt von Ort zu Ort läuft. Ich wüsste noch nicht einmal, dass es dort Campingplätze gibt. Der Rucksack ist ein Aufbewahrungsort für die Dinge, die man mit auf die Reise nehmen möchte. Aber er gibt einem auch Zugang zu einer Gemeinschaft, denn Rucksackreisende sind meist sehr weltoffene Menschen, mit denen man schnell ins Gespräch kommt und die einem mit guten Tipps weiterhelfen und von denen man interessante Geschichten erfährt. Wohingegen der Hartschalenkoffer das Symbol des Pauschaltouristen ist. Vor dem geistigen Auge bildet sich sofort das Bild von jemanden, der mit seinem Handtuch als erstes die Liege am Pool blockiert und man hört schon fast die Stimme, die sich darüber beschwert, dass das Schnitzel hier irgendwie ganz anders schmeckt als zu Hause. Den einzigen Vorteil sehe ich darin, dass man den Koffer auch mal ein paar Meter hinter sich herziehen kann, wenn es der Untergrund zulässt.

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Schwimmende Bambushütten Tone Teuy, Cheow-Lan-See

Was es uns gebracht hat

Wir haben vor über 20 Jahren damit angefangen, auf eigene Faust zu reisen und sind seitdem auch dabeigeblieben. Das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man mehr von einem Land sieht oder der Kultur einfach näher ist, sondern viel mehr, was diese Art von Reisen mit einem selbst macht.

Die Angst, sich auf Englisch zu verständigen, verschwand mit der Zeit, weil für die meisten Englisch eine Fremdsprache war, wie für einen selbst auch. Und wenn man sich traut, Englisch zu sprechen, dann ist auch der Kontakt zu anderen Reisenden kinderleicht und verschafft einem nicht nur nette Reisebekanntschaften/-begleitung, sondern manchmal auch Freunde fürs Leben.

Mit der Zeit lernt man zu organisieren und zu improvisieren, flexibel zu sein und manchmal auch das Beste daraus zu machen, wenn etwas mal nicht so klappt wie geplant. Das wiederum gibt einem auch Selbstbestätigung und Zuversicht, die über den Urlaub hinausgehen.

Wenn man sich darauf einlässt, dann lernt man asiatische Gelassenheit oder auch mal Hilfe anzunehmen. Ebenso Dankbarkeit, insbesondere dafür, dass wir in einer Zeit und in einem Land geboren wurden, welches uns fast unbeschränkte Möglichkeiten bietet. Man kann die eigenen Probleme in Relation sehen und lernt wieder zu schätzen, was man hat.

Reisen bildet, ohne dass man groß was dafür tun muss. Ganz nebenbei lernt man etwas über die Geschichte, die Religion und die Gesellschaft, ihre Bräuche und Sitten. Man erweitert den eigenen Horizont, wird toleranter und muss oftmals seine eigenen Vorurteile über den Haufen werfen.

Von wem stammen diese Tipps?

Ich bin Alex und reise mit meinem Mann und inzwischen drei Kindern gerne mit dem Rucksack durch die Weltgeschichte. Was 1996 mit einem Rucksackurlaub in Hongkong begann, brachte uns bald darauf das erste Mal nach Thailand. Inzwischen waren wir schon x-mal in Thailand, manchmal nur kurz, um gleich darauf in ein anderes asiatisches Land weiter zu reisen. Bis heute genießen wir die Aufenthalte im Land des Lächelns sehr. Einen kleinen Einblick in die thailändische Kultur hatten wir auch in Deutschland, weil wir, als unsere Kinder noch sehr klein waren, einige Au-pairs aus Thailand hatten.

Über die Jahre hinweg war ich in Thailand schon alleine unterwegs, zusammen mit meinem Partner, aber auch mit Freunden und als Familie. Daher kann ich die verschiedenen Bedürfnisse auch ganz gut nachvollziehen und da wir alle nicht jünger werden, habe ich die Eindrücke auch in verschiedenen Altersabschnitten erfahren.

DIY-Reisen - Thailand: Einleitung

Unsere Familie am Vulkansee Linow auf Sulawesi

Ganz selten haben wir einen Pauschalurlaub gebucht und selbst da sind wir schon innerhalb kürzester Zeit den Grenzen und Zwängen entflohen und haben unser eigenes Ding gemacht. Denn wer einmal einen Urlaub selbst durchgeplant hat, der weiß, welche ein Urlaubsgenuss einen erwartet und kann nur schwer einen Pauschalurlaub ertragen, der das Urlaubserlebnis von außen vordefiniert. In den Zeiten, wo wir uns keinen Rucksackurlaub zugemutet haben, also als die Kinder noch unter vier Jahren waren, sind wir stattdessen mit dem Wohnwagen durch Europa vagabundiert. Was in dieser Phase die perfekte Lösung für uns war, hat uns doch nicht so richtig erfüllt, denn unser Herz hat sich immer wieder nach der Freiheit gesehnt, sich einfach in ein Flugzeug zu setzen und in die große weite Welt zu starten.

Die Passion fürs Schreiben begann in Hongkong. Egal, ob wir in Europa, Südamerika oder Asien unterwegs waren, haben wir seit dieser Zeit Reisetagebuch geführt und sehr viel fotografiert. Um unserer Familie und unseren Freunden zu Hause zu zeigen, dass wir noch am Leben sind. Um zu zeigen, dass wir tolle Eindrücke und Erlebnisse in der Ferne auch genießen, haben wir von unterwegs immer E-Mails an einen stetig wachsenden Verteiler geschickt.

Ziemlich bald darauf habe ich unsere erste Website scenic-world.net ins Leben gerufen, so konnten die Leute unsere Reisen in Wort und Bild verfolgen. Seit der Umstellung auf WordPress, war es dann auch möglich, von unterwegs zu bloggen, so konnte man uns zeitnah begleiten und auch einen Hauch von Exotik einatmen, ohne das heimische Sofa zu verlassen.

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Die Website Scenic-World.net

Allzu häufig erzählten Leute in unserem Umfeld, dass sie gerne auch mal so reisen würden, ABER… Die Gründe waren zahlreich und wenn man sie runtergebrochen hat auf ihre Wurzeln, dann waren es meistens Angst und Informationsdefizit, welche sie davon abhielt. Irgendwann entstand der Wunsch, diese Menschen in die Geheimnisse des Rucksackurlaubreisens einzuweihen und es ihnen so einfach wie möglich zu machen, sich doch noch ihren geheimen Traum zu erfüllen. So entstand dieses Buch, das du gerade in den Händen hältst.

DIY-Reisen – Thailand: Reisevorbereitungen