Neuigkeiten zu DIY-Reisen - Thailand

Das erste eigene Buch

DIY-Reisen - Thailand: Der Reisefuehrer

Das erste Mal das eigene Buch in den Händen zu halten ist schon ein geiles Gefühlt! Der Weg dahin ist aber steiniger, als gedacht. Der Schritt vom eBook zum physikalischen Buch ist zwar nicht allzu weit, aber birgt einige Tücken.

Die Covergestaltung

DIY-Reise - Thailand: Cover außen Nachdem ich bisher alles alleine hinbekommen haben, fühlte ich mich fit genug auch den Rest auf die Reihe zu bekommen. Während in einem eBook in der Regel die erste Seite des Buchs auch gleichzeitig das Cover darstellt, hat ein richtiges Buch ja neben der Vorder- und Rückseite und noch zwei Innenseiten. Meine Druckerei wünschte sich diese als separate Datei in einem ganz bestimmtem Format, welches dann auch noch auf das endgültige Format zurecht geschnitten wird.

Bei der Gestaltung muss man also den Buchrücken in der korrekten Breite einplanen und auch noch beachten, dass dem Schnitt nicht irgendwelcher Text oder Bilder zum Opfer fallen. In meinem unbedarften Leichtsinn dachte ich, dass man das problemlos mit einer Word-Tabelle hinbekommt, in dem man für die einzelnen Seiten die Bilder erstellt und den Buchrücken mit vertikaler Schrift löst. Leider gab es bei allen ausprobierten Ansätzen nie ein Ergebnis, was mich zufrieden stellte. Entweder befand sich der Text nicht mehr an genau der Stelle, wo ich ihn gerne gehabt hätte oder man sah eine feine Linie wo die Seitenbilder eingefügt wurden.

DIY-Reise - Thailand: Cover innenAlso gestaltete ich am Ende die Außenseite und Innenseite des Buches komplett in einem Grafikprogramm und exportiert die Bilder. So dass beide Seiten in einer PDF-Datei landeten.

Das Ergebnis stellte ich ein paar Bloggerkollegen vor und bekam noch weitere gute Verbesserungsvorschläge. Bis ich diese alle verarbeitet hatte, hatte ich viel mehr Zeit für das Cover verbraten, als ich ursprünglich geplant hatte.

Das Seitenlayout

Doppelseite 1Doppelseite 2

Ich würde mich inzwischen schon als Word-Profi bezeichnen. Da es mir nicht fern liegt, mich mit neuen Dingen zu beschäftigen, war ich auch recht optimistisch, was die zügige Formatierung des Buchs betraf.

Dadurch, dass auch die eigentlichen Seiten um einige Millimeter beschnitten werden, musste natürlich überall noch der notwendige Rand her. Auch die Seitenzahlen und Überschriften mussten ja gespiegelt werden und die Abstände zum Buchfalz mussten entsprechend groß sein, damit man die Schrift in der Mitte des Buchs noch gut lesen kann.

Diese ganzen Änderungen brachten mit sich, dass ich das komplette Buch wieder überarbeiten und die Bilder neu positionieren musste. Ein heiden Aufwand, weil man immer darauf bedacht sein musste, dass eine Änderung im vorderen Teil, sich auf die nachfolgenden Seiten auswirkt. Da ich bei den Hauptkapiteln immer ein vollseitiges Bild auf der linke Seite haben und rechts das Kapitel beginnen lassen wollte, war es eine ausgesprochene Sisyphus-Arbeit. Immer wieder verschob sich alles und es zog sich, bis alles an der Stelle war, wo ich es auch haben wollte.

So ganz nebenbei mussten natürlich noch alle Bilder in 300 dpi Auflösung ins Buch, damit sie beim Druck auch schön brillant rüberkommen und nicht verpixelt sind.

Und dann machte mir auch noch Word einen Strich durch die Rechnung! Beim Export nach PDF war plötzlich eine Leerseite im Dokument. Optisch war sie in Word nicht zu sehen, man sah nur, dass er von Seite 9 direkt auf Seite 11 zählte. Verursacht wurde das Ganze durch einen Abschnittswechsel zwischen Inhaltsverzeichnis und dem ersten Kapitel. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich damit verbracht habe, um diesen Bug zu umgehen. Letztendlich habe ich einen Weg gefunden, bin aber zu der Erkenntnis gelangt, dass Microsoft auch nicht unfehlbar ist.

Eine Deadline ist sinnvoll, kann aber teuer werden

Für die Covergestaltung und das Seitenlayout sind zwei komplette Wochenenden draufgegangen und auch jeden Tag mindestens zwei Stunden. Normalerweise hätte ich mir nicht so einen Stress gemacht, aber ich hatte eine Deadline. Ich brauchte das Buch bis zum 24.11. und die Druckerei hatte einen Vorlauf von sechs Werktagen.  Dummgelaufen für mich, denn ich war nicht rechtzeitig fertig. Zum Glück hatte die Druckerei die Option für einen Expressversand. Guter Dinge lud ich die Dateien hoch und musste dann feststellen, dass es nicht möglich war Fadenbindung mit Expressversand zu kombinieren. Für mich bedeutete das, dass ich ein neues Cover gestalten musste, denn der Buchrücken bei Klebebindung ist 3 mm geringer. Kurz vor Sonntagmitternacht konnte ich dann endlich der Senden-Button drücken.

Ein berauschendes Gefühl!

DIY-Reisen - Thailand: Der ReisefuehrerAm Mittwoch hab ich doch tatsächlich den UPS-Mann überhört! Glücklicherweise hat er das Päckchen beim Nachbarn abgeliefert. Ich musste gleich auf der Stelle reinschauen und einmal durch den Reiseführer blättern. Ein geiles Gefühl, wenn man das erste eigene Buch in den Händen hält!

Zum Glück hat tatsächlich alles so gepasst, wie ich mir vorgestellt hatte und der Schnitt erfolgte tatsächlich millimetergenau. Ich bin da ja immer sehr skeptisch, bis ich es mit eigenen Augen gesehen habe.

Das erste gedruckte Exemplar konnte ich auch gleich verkaufen. Anscheinend hat nicht nur mich das Ergebnis überzeugt;-)

Die zweite Auflage

DIY-Reisen - Thailand Mein erstes BuchNachdem ich stolz wie Oskar war, konnte ich mich gleich wieder hinter den PC klemmen und die Daten für die zweite Auflage an die Druckerei absenden. Etwas größer dimensioniert diese Mal, weil die erste Auflage gleich vergriffen war. Diese wird im Laufe der Woche eintreffen. Bis dahin muss ich meinen Shop bei elepage noch anpassen, damit ich das Buch auch darüber verkaufen kann. Steife Versandtaschen ordern und noch vieles mehr. Es bleibt also weiterhin spannend für mich!

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